Was ist eine Gaming Disorder?

Die Podcast-Episode

Was die Gesellschaft sagt

Die sogenannte Online-Computerspielsucht. In 2018 von der WHO, der Weltgesundheitsorganisation, als echte Krankheit der Psyche eingestuft.

In ihrer elften Iteration der internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-11) erstmals mit aufgenommen, beschreiben, klassifiziert diese sie als Verhaltensstörung.

Sie ist durch die folgenden Kriterien klassifiziert:

  • gestörte Kontrolle über das Spielen
  • gesteigerte Priorisierung von Gaming gegenüber anderen Aktivitäten bis zu einem Punkt, an dem Gaming den Hauptteil gegenüber anderen Interessen und alltäglichen Aufgaben einnimmt
  • Fortsetzung oder Ausweitung des Gamings trotz negativer Konsequenzen

Du merkst sicher schon, das Ganze ist selbst der WHO ziemlich neu. Da fehlt doch irgendwie noch ein ganzer Rattenschwanz an Kriterien. Du spürst ja im Grunde selbst, dass Du zuviel spielst, kannst es nur nicht so richtig in Worte fassen, was da los ist. Also möchte ich Dir an der Stelle mal helfen zu verstehen, wie sie klassifiziert sein müsste, dass sie Dir hilft, einen Ausweg zu finden.

Was der Coach sagt

Ich klassifiziere Dir die Gaming Disorder also mal so, dass Du direkt in Richtung Problemlösung stehst.

Die Gaming Disorder ist

  • real
  • ein Symptom
  • reversibel

Die Gaming Disorder ist sehr real. Das ist unbestreitbar. Sogar so real, dass die Medizin sie mit in ihren Katalog der Krankheiten aufgenommen hat. Wenn jetzt also jemand sagt, Du seist süchtig, dann mag derjenige vielleicht keine Ahnung haben wovon er da wirklich spricht. Doch im Prinzip hat er Recht: Du bist süchtig.

Sie ist aber auch nur ein Symptom. Machen wir uns doch nichts vor: Wenn Dir heute jemand sagen würde, dass Du von jetzt auf gleich ein neues Leben anfangen kannst – in Glück, Frieden, Freunden, Familie, gut bezahltem Job, Haus, Hund, Hof usw. – dann würdest Du es umgehend tun. Selbst wenn es bedeuten würde, dass Computerspiele dann passé wären. Du möchtest eben nur nichts für all das tun müssen. Übersteigertes Gaming ist also nur das Symptom für einen Mangel in Deinem Leben, den Du versuchst auszugleichen.

Die Gaming Disorder ist aber genauso reversibel wie ich hier Coach bin. Denn ich war über 22 Jahre lang süchtig und habe mich daraus aus eigener Kraft befreit. Ohne fremde Hilfe. Was zeigt, dass es möglich ist. Ich sage nicht, dass es einfach werden wird. Ich sage Dir aber: Du kannst das auch ohne meine Hilfe schaffen. Oder ich zeige Dir wie und Du sparst Dir wertvolle Lebenszeit. Wie Du es machst ist egal.

Wichtig ist nur zu verstehen: Du kannst zurück in ein Leben ohne Online-Computerspielsucht.