Warum Dich Gaming zum Weichei macht

Die Podcast-Episode

Übermäßiges Gaming macht Dich unweigerlich zum Weichei. Ob Du willst oder nicht. Dabei rede ich auch heute wieder nicht von der gelegentlichen Runde in der Woche, sondern vom exzessiven Spielen von Computerspielen. Lass mich Dir mal erklären welche Auswirkung Computerspiele auf Deine Psyche und Deine Manneskraft haben.

Von Führer zum Geführten

Wer jetzt hier an “den Führer” denkt: Abschalten und wiederkommen, wenn die eigene geistige Reife das Niveau von Knäckebrot überwunden hat.

Der Rest, der jetzt noch liest: Ihr verliert ganz grundsätzlich die Fähigkeit Euch selbst zu führen. In Neudeutsch heißt das “Selbstmanagement”. Ihr verliert eine der Fähigkeiten und gleichzeitig Eigenschaften des menschlichen Daseins, die das Leben so einzigartig macht: Dich des eigenen Verstandes zu bedienen und selbst zu entscheiden, was Du tun möchtest.

Was machst Du in Spielen? Du folgst. Du folgst den Anweisungen auf dem Bildschirm. Du triffst vielleicht noch die Entscheidung, welches Spiel Du spielen möchtest, welcher Charakter es sein soll und welches Schwert Du verwendest, doch im Grunde ist diese Entscheidungsmöglichkeit vorab eingeschränkt und zwar in dem Moment, in dem Du das Spiel betrittst.

Und selbst die Entscheidung ob Du spielst oder nicht, wird vermutlich bereits von Deiner Sucht gesteuert. Wenn Du nichtmal mehr die Willenskraft aufbringst, auch mal nicht zu spielen, dann steuerst Du ohne Selbstmanagement.

In anderen Worten: Du spielst nur noch das Programm, das der Entwickler des Spieles für Dich vorgesehen hat. Solange Du Dich im Spiel aufhältst, bist Du unweigerlich dessen Regeln, dessen Spielablauf und dessen Grenzen ausgesetzt. Du wirst zur Ratte im Labyrinth. Es kann durchaus seinen Reiz haben auch einfach mal nur zu machen, was Du gesagt bekommst. Doch geht es im Leben nicht eigentlich um genau das Gegenteil?

Sei mehr Führer als Geführter

In meinem nächsten Blogbeitrag sprechen wir mal über das wahre Spiel: Über das Spiel des Lebens und was genau es soviel besser macht als jedes digitale Gegenstück.

Der Reiz des realen Lebens besteht doch darin, die Wahl zu haben. Für die Dinge im Leben selbst verantwortlich zu sein. Dir selbst aussuchen zu dürfen, was Du wann, wo, wie und mit wem machen möchtest. Wer Du sein oder werden möchtest, wie Dein leben auszusehen hat, der Weg bis dahin – genau darauf kommt es im Leben doch an. Die Dinge im realen Leben zu erleben.

Das Leben macht erst dann richtig Spaß, wenn Du verstehst, dass Du allein es in der Hand hast, was aus Dir wird oder eben nicht. Also mach von dieser Entscheidungsfreiheit Gebrauch, indem DU! entscheidest, was gemacht wird. Lege Deine eigenen Regeln fest.

Erinnerst Du Dich noch wie das war, als Kind? Du wolltest keine Grenzen anerkennen, wolltest machen was Du wolltest. Ohne, dass Dir jemand vorschreibt, was, wann, wo, wie und mit wem. Du wolltest selbst entscheiden, wann Du nachhause kommen wolltest oder mit wem Du Dich triffst.

Was ist seither aus Dir geworden? Du lässt Dir in Spielen sagen, was Du wann und wo, womit und mit wem zu tun hast und das dann auch noch über Stunden, Wochen und Monate hinweg.

Was glaubst Du hat das für Auswirkungen auf Dich? Wirst Du darin bestärkt, Deine eigenen Entscheidungen zu treffen und für deren Konsequenzen gerade zu stehen? Oder wirst Du vielleicht eher darauf konditioniert, immer schön das zu tun, was Dir andere sagen?

Was machen Spiele aus Dir? Anführer oder Unführer Deines eigenen Lebens? Wohl eher letzteres, denn Spiele machen Dich zum Weichei. Du wirst zum Weichei, weil Du lieber die anderen für Dich entscheiden lässt als selbst der Anführer Deines Lebens zu werden.

Sei kein Weichei

Psychisch machen Dich Spiele also zum Weichei. Du lernst nur zu folgen, die Meinung anderer über Dich zu akzeptieren und die Probleme Deines realen Lebens lieber zu verdrängen als sie anzugehen. Du wirst immer weniger frustresistent (Rage Quit lässt grüßen). Du wirst zum Opfer Deiner Umstände. Doch was passiert eigentlich auf körperlicher Ebene?

“Alles, was der Körper nicht braucht, baut er ab.”

Du wirst auch körperlich zum Weichei. Das viele Liegen auf der Couch, oder das viele Sitzen auf dem Stuhl lässt Deine Muskeln verkümmern, Deine Atmung einschlafen, Du wirst mit viel weniger Sauerstoff versorgt als notwendig. Du verlernst grundlegende Bewegungsmuster, bekommst instabile Gelenke, Rückenschmerzen und Deine Augen verlieren zunehmend die Fähigkeit auf längere Distanzen zu sehen. Du vernachlässigst Deine Körperhygiene und Deine Ernährung – Krankheiten und Mangelerscheinungen werden über die Jahre immer wahrscheinlicher. Jetzt nicht so das Bild eines strahlenden Helden.

Halten wir also fest: Im digitalen möchtest Du gerne der strahlende Held mit blond wallender Mähne und muskolösem Körper sein, aber im realen Leben bist Du das genaue Gegenteil – ein Weichei. Und das nur, weil Du im realen Leben nicht die Eier hast, genau das zu machen, was Dein Held tut: Kämpfen!

Werde der Held

Wie sieht Dein Held also aus? Sitzt Dein Held die ganze Zeit über Faul auf der Haut und drückt sich die Daumen platt oder trainiert er hart? Schwertkunst, körperliches Training, Umgang mit Schild und Ausrüstung. Kampftechniken und -taktiken. Reiten, das Schießen mit Pfeil und Bogen, der Kampf mit den verschiedensten Gegnern und die finale Schlacht gegen den Endboss.

Was machst Du? Kennst Du Deine Gegner? Kennst Du Deine Stärken? Kennst Du Deine Schwächen? Hast Du die richtigen Techniken, Taktiken und Fähigkeiten, um im Kampf gegen all Deine Gegner bestehen zu können? Bist Du bereit gegen Deinen Endboss anzutreten?

Wenn ja, bravo, Du bist der Held in Deinen Spielen. Wenn nicht, tja, dann hast Du derzeit noch den Rang eines Weicheis und hast noch viel Arbeit vor Dir.

Mehr im Podcast

Mehr zu diesem Thema habe ich für Dich in der heutigen Podcast-Episode zusammengestellt.