Musik ist Emotion

Musik ist ein Wunder der Natur. Ich sage „Natur“, weil ich mir des Ursprungs von Klängen, Tönen und Geräuschen bewusst bin.

Es gibt kaum ein anderes Feld des menschlichen Dasein, dass so perfektioniert wurde wie das Feld der Musik. Mathematisch berechnet, wissenschaftlich vollumfänglich verstanden ist sie aber dennoch noch immer für die allermeisten Menschen ein gänzlich unbewusstes Phänomen. So wie sie das für mich noch bis vor wenigen Wochen war.

Und das, obwohl Musik immer einen bedeutenden Teil meines emotionalen Lebens ausmachte und bis heute ausmacht. Wie sehr das jedoch der Fall ist; wie sehr Musik meine Gefühlswelt beeinflussen kann und komplettiert; das wurde mir erst jüngst vollkommen bewusst.

Als ich nämlich einen eher freudlosen Tag erlebte. Ich war mir selbstredend bewusst, dass ein Tag nur ein Tag ist und dass ich es selbst in der Hand habe, dem Tag eine emotionale Bedeutung zu verleihen. Doch es wollte mir einfach nicht gelingen.

Wissend, dass ich das Hören von Musik noch vor wenigen Wochen als Zeitverschwendung abgetan hatte, setzte ich, einer Eingebung folgend, meine Kopfhörer auf und begann Musik zu hören.
Es dauerte nur wenige Minuten, ehe sich meine Gefühlslage deutlich verbesserte und am Ende einer halben Stunde war aus einem trüben Tag ein Tag voller Zuversicht und Freude geworden.

Ich verstand: So wie Musik in meiner kindlichen und später jugendlichen Entwicklung hin zu einem erwachsenen Mann ein maßgeblicher Teil meines emotionalen Umgangs mit den Herausforderungen meines Lebens und mir war, so ist sie auch heute noch immer ein nicht zu vernachlässigender Teil zur Steuerung und dem Ausgleich meiner inneren Welt.

Musik ist Emotion.