Was einmal im Kopf ist

…kommt da so schnell nicht wieder raus. Ich beging gestern Abend den Fehler, mein Smartphone nicht in den sogenannten Flugzeugmodus zu schalten.

Heute Morgen wurde ich dann früher wach als gewöhnlich und entschied, dass dies eine gute Gelegenheit sei mich bereits so früh am Morgen meiner Meditation des Atems zu widmen.

Ich stand also auf, ging ins Wohnzimmer, griff mein Smartphone und wollte den Timer aufrufen. Stattdessen jedoch wurde ich von einer Benachrichtigung meines Smartphones abgelenkt, ehe ich sie beiseite wischte.

Es war lediglich ein flüchtiger Moment gewesen, in dem meine Augen den Inhalt gesehen hatten und der Inhalt selbst war völlig belanglos.

Ich setzte mich also zur Meditation hin, startete die Zeit und begann zu atmen. Zu meiner Überraschung jedoch wollte sich am heutigen Morgen keine Ruhe meiner Gedanken einstellen. Mein Geist war von nun an unablässig damit beschäftigt, den Inhalt der vorherigen Ablenkung wiederzugeben, zu analysieren und ihm nachzugehen.

Ich erkannte heute Morgen erneut, dass es in der heutigen Zeit immens von Bedeutung ist, den Zustrom an Informationen für sich selbst zu moderieren und rigoros auf ein Mindestmaß zu beschränken.

Dazu zählt jedoch nicht nur unliebsame oder unnütze Informationen zu filtern, sondern vor allem anderen eine bewusste Auswahl zu treffen, mit welchen Themen, Medien und Informationswelten ich mich umgebe.

Denn ich werde zu dem, was ich aufnehme und was einmal in meinem Kopf ist, verschwindet da auch so schnell nicht wieder.